1. Um 1240
Konrad v. Itters Bruder Hermann Penzeler bedrängte das Kloster Haina wegen
Güter in Lotheim, leistete aber dann, da er damals bei der Übertragung
weder Ehefrau noch Söhne hatte, Verzicht.
Urk. u. Reg. Kloster Haina Nr. 122; Bericht des Güterverz. K. 232,
S. 12f.
2. 1238 März 25
Die Herren von Itter entsagen gegen das Kloster Breidenau ihren Ansprüchen
auf Güter in Geismar; u.a. Hermannus Penzelere et Gertrudis uxor sua,Ö(=Gertrud
Zweifleisch v. Englis)
Wenck, Hess. Landesgeschichte, Urk. Buch Nr. CXIX, S. 154.
3. 1257 März 30
Ritter Volbert von Borken stiftet eine Familienmemorie im Kloster Hardehausen.
Unter den Zeugen, die Ritter : Conradus de Hebelde, Heinricus et Wernerus fratres
de Bissoffeshusen, Hermannus Pencelere, Conradus Servus de Urfa;Ö
WUB IV Nr. 691, Org. StA Münster, Kl. Hardehausen Nr. 105.
4. 1260 Juni 9
Die Grafen Walram und Otto von Nassau, Brüder, genehmigen [Ö] die
von den Edlen Reinhard von Itter, seinem Oheim Hermann Benzelere [Ö] getätigte
Übertragung der Zehnten in den Dörfern Herzhausen und Altenlotheim
an das Kloster HainaÖ
Kl. Haina Urk. Buch 1 Nr. 330, Druck : Kopp, Itter, Beilage Nr.
17, S. 195.
5. 1261 (1262) März 12
Nobilibus viris Eberhardo et Hermanno dicto Panzelere (Benteler) als Zeugen.
(Es handelt sich hier ohne Zweifel um Söhne Hermann Penzelers, s.oben Nr.
1. (Eberhard Zweifleisch v. Englis 1263, gest. vor 1273 ist Schwager des Hermann
Penzeler und war wohl Pate bei dessen Sohn Eberhard.)
WUB VII, Nr. 1092, auch bei Seibertz UB. I. Nr. 318.
6. 1275 Oktober 9
Der Kleriker Wigand von Gifflitz erhält Kapelle und Hofstelle in Mandern
vom Kloster Berich. Unter den Zeugen :Ö, dominus Hinricus et Hermannus
milites de Biscopeshusen, fratres, Ernestus, Wigandus de Gilse, Penthelerus
et quidam alli.
(Auf Grund der Stellung in dieser Zeugenreihe kann es sich bei diesem Penthelerus
nur um einen jüngeren Zeugen handeln; es ist daher anzunehmen, daß
es sich bereits um einen Enkel Herm. Penzelers handelt.)
WUB IV Nr. 1407, nach Kopiar I fol. 64 (B) u. Kopiar II Nr. 186 (C) des
Kl. Berich im Fürstl. Waldeckschen Archiv in Arolsen (heute wohl im StA.
Marburg).
7. 1280 April 30
Heinrich von Itter bekundet, daß er gewisse Güter in Großenenglis
von Johann Penziler und seinen Miterben rechtens erworben und später an
Volbert von Borken verkauft habe. (Bei diesen Miterben handelt es sich ohne
Zweifel um Geschwister, s. oben Nr.5.)
Urk. u. Reg. Kloster Haina 1, Nr. 691.
8. 1288 Juli 1
Die Ritter Widekind von Holzheim und Otto von Falkenberg verkaufen jährliche
EinkünfteÖ Zeugen : Konrad gen Schwerzell, Pleban zu Arnsbach; Heinrich,
Pleban zu Englis; Johann Penceler;Ö
Urk. u. Reg. Kl. Haina 1, Nr. 765.
9. 1290 Juli 3/13
Konrad und Ludwig von Borken verkaufen mit Zustimmung ihrer Brüder, des
Fritzlarer Stiftsherrn Ditmart und des Klerikers Volbrecht [Ö] eine Hufe
in Großenenglis samt Zubehör óWald, Weide, Häuser, Hofstätten
usw.ó an das Kloster Haina und geloben Währschaft. Zeugen : Johann
Penciler; Heinrich von Ritte, Konrad von Streithausen,Ö
Urk. u. Reg. Kl. Haina 1, Nr. 784.
10. 1316 April 14
Johannis Pensellers Haus wird in Marsberg erwähnt.
WUB 9, Urschr. StA Münster, Propstei Marsberg, Urk. Nr. 43.
11. 1280
Rodolfus de Yttere unter den Zeugen einer Rudolf von Erwitte betreffenden Angelegenheit.
(Dieser Rudolf erscheint in keiner bekannten itterschen Genealogie. Er ist wohl
Nachkomme Hermann Penzelers; er steht in der Zeugenreihe sehr weit hinten und
muß deshalb wohl noch sehr jung gewesen sein, d.h. er war wohl ein Enkel.
Der Name Rudolf schließt auf eine Verwandschaft mit der Familie von Helfenberg
wie weiter unten gezeigt. Rudolf war Joahnniter.)
WUB IV, Nr. 1731, Org. Geseke Nr. 14, gedr. Seibertz UB. 1 391.
12. 1300 Nov. 11
Rudolf von Itter (Johanniter) als Zeuge des Konrad von Ofleiden, Komturs der
Johanniter zu Wiesenfeld.
UB. Haina 1, Nr. 908.
13. 1312 Dez. 5
Bertold von Itter, commentatore, Rudolf von Itter, frater, der Johanniter zu
Vöhl.
Kopiar Kl. Böddeken, Nr. 324, Orig. StA Münster, Reg INA Kr.
Büren Erpernburg (V Archivalien des Kl. Böddeken), S. 128
14. 1297 Oktober 8
Eckehard von Helfenberg, Sohn des verstorbenen Ritters Eckehard und Agnes, Edle
Frau von Osede, seine Ehefrau bekunden für sich und ihre Erben, Johannes,
Gisela und Elisabeth, mit Einwilligung und Rat ihrer Blutsverwandten und Verwandten
(amicorum nostrorum) und Erben, die Beilegung ihres Güterstreites mit Kloster
Hardehausen. Die Ritter Johannes und Eckehard von Helfenberg versprechen das
Kloster in dem Besitz der Güter nicht zu stören. Die beiden zeugen
und siegeln zusammen mit Eckehard ihrem nächsten Blutsverwandten (nostri
consanguinei principalis) dem Edlen und Ritter Hermann de Ytthere, Heinrich
de Rodorikessen (Rödersen), Knappe und dem Rat der Stadt Wolfhagen.
(Ohne Zweifel gehören Hermann von Itter und Heinrich von Rödersen
zu den oben erwähnten Verwandten; demnach müßte Hermann eine
von Helfenberg zur Frau gehabt haben. Diese Verwandtschaft wird weiter bestätigt,
indem Konrad von Itter (s.u.) Güter veräußert, die mit aller
Gewißheit aus helfenbergschem Besitz stammten, und er auch sonst in helfenbergschen
oder ihre Verwandten betreffenden Angelegenheiten zeugt. Somit wäre also
erwiesen, daß Konrad ein Sohn des Edlen Hermann v. Itter ist, der selbst
nur ein Nachkomme Hermann Penzelers sein kann und wohl identisch mit Hermann
Panzelere (s.o. Nr. 5) ist. Weitere Hinweise unten, Reg. 26 u. 27 und Kommentar.)
WUB IV Nr. 2452, Org. StA Münster, Kl. Hardehausen Nr. 325, die
sechs Siegel sind ab.
15. 1307 Februar 19
Ritter Werner von Gudenberg und seine Söhne Heinrich und Werner genehmigen
den von dem Wäppner Heinrich von Ense und seinen Erben getätigten
Verkauf einer von ihnen lehnsrührigen Hufe in Dorf und Gemarkung Vöhl
an das Kloster HainaÖ Zeugen : Heinrich gen. Rödersen, Eberhard von
Gudenberg gen. Wolf, Ritter und Burgmannen zu Wolfhagen; Konrad von Itter, Schultheiß
ebd., und Werner von Helfenberg, ebenfalls Burgmann, Wäppner.
UB. Haina 2, Nr. 95.
16. 1309
Der Edelknecht Konrad von Itter schenkt dem Kloster Hasungen einen Hof "gelegen
in Zavenhusen" (=Zabenhausen).
Landau, Wüste Ortschaften, S. 178.
(Im Jahre 1325 schenkt der Priester Johannes (v. Helfenberg) von Wolfhagen dem
Kloster Volkhardinghausen Besitz in "Sabenhusen"; s.u. Nr. 25.)
17. 1313 Januar 5
Verschiedene Edelherren und Ritter verbürgen sich bei Bischof Dietrich
(v. Itter) und dem Domkapitel von Paderborn für den Knappen Konrad von
Itter, Dapifer der Pb. Kirche und für seine Erben und Miterben, die diesem
verpfändete Trendelburg dem Bischof und dem Domkapitel offenzuhalten.
WUB 9 Bistum Paderborn, Nr. 1089, Urschr. StA Münster, Fst. Pb.
Urk. Nr. 413.
18. 1315 August 25
Bischof Dietrich und das Domkapitel zu Paderborn übertragen dem Ritter
Raveno von Kalenberg und dem Knappen Konrad von Itter und ihren rechten Erben
die Burg Herstelle. (mit Siegeln Rabe v. Kalenberg (Ws IV 234,4) und Konrad
v. Itter (Ws IV 235,2).
WUB 9, Nr. 1343, Urschr. StA Münster Fst. Pb. Urk. 425.
19. 1316 November 10
Die Gebrüder von Wethen verkaufen den Gebrüdern der Hartmennischen,
Knappen, ein Viertel des Zehnten in Wethen. Zeugen : Rave von Kalenberg, Johann
Berkule, Ritter; Hermann von Kalenberg, Konrad von Itter, [Ö], Knappen.
WUB 9, Nr. 1488, Urschr. StA Münster, Kloster Hardehausen, Urk.
Nr. 449.
20. 1324 Juli 2
Konrad von Itter, Wäppner, verzichtet auf sein gegen das Kloster Haina
bisher verfochtenes Recht auf die vordem von Widekind bebauten Güter zu
Herzhausen und sichert dem Kloster das ungestörte Eigentum der Güter
zu. (u.a. Siegel Konrad v. Itter, hersehender Ochsen(Büffel)kopf, gedr.
bei Kopp, Itter.)
Urk u. Reg. Haina 2, Nr. 381, Druck auch bei Kopp, Itter, Beilage
Nr. 7, S. 188f., auch WUB 9, Nr. 2478.
21. 1325 Januar 6
Der Priester Johannes (v. Helfenberg) von Wolfhagen, vordem Propst in Volkhardinghausen,
schenkt dem dortigen Kloster Besitz in Sabenhusen und Thudenhusen. Unter den
Zeugen : Henricus de Roderixen, miles, Henricus de Gudenburg, Everhardus Wolf,
Wernherus de Gudenburg, Johannes (v. Helfenberg), tunc temporis rector parvuloum
in Hasungen, prependarius ibidem, et Nicolaus, Henricus, Ludewicus, Johannes,
fratres dicti Bendel (er?), Th de Renlibessen, cives in Wolfhayn, et Waltherus
Sapientis, subdiaconus, ac alliiÖ
WUB 9, Nr. 2550, Ursschr. StA. Marburg, Waldecker Archiv, Urk. Nr. 9289
(Kl. Volkhardinghausen)
(Sind diese Bendel Nachkommen Hermann Penzelers ? Daß sie in einer die
von Helfenberg betreffenden Urkunde zeugen, könnte darauf hinweisen sowie
auch die hnlichkeit des Namens; [s. meine Konstruktion in der Stammtafel.] Seit
etwa 1355 läßt sich in der Grafschaft Diez, die den Grfn. von Nassau
gehörte, ein Henne (=Heinrich) Bentzil nachweisen, dessen Nachkommen sich
abwechselnd Bentzel, Bentzeler u.ä. nennen. Gäbe es hier vielleicht
einen Zusammenhang ? Tatsächlich lassen sich Beziehungen zwischen Wolfhagen
und dieser Gegend nachweisen; so erscheinen mehrere Geistliche als "von
Wolfhagen", außerdem stammt der Verfasser der Limburger Chronik,
Tilemann Elhen aus Wolfhagen. Es ist diese Chronik, die u.a. von dem Verwandtenmord
im Stammhause Itter berichtet, Tat, die den Untergang des Hauptstammes Itter
einleitete.)
22. 1325 Oktober 25
Der Knappe Konrad von Itter, seine Frau Hildegund und seine Söhne Konrad
und Heinrich (Heynrici) verkaufen dem Hildebrand Schilder 15 Hufen in Enghelbrachessen.
WUB 9, Nr. 2663, Urschr. StA Marburg, Waldecker Archiv, Urk. Nr. 6999
(Lehen : Schilder).
23. 1325 November 18
Hildegund, Gattin des Knappen Konrad von Itter, tauscht mit dem Grafen von Waldeck
Güter.
WUB 9, Nr. 2667, Urschr. StA Marburg, Waldecker Archiv, Urk. Nr. 2245
(Ort und Familien : Ellerhaus).
24. 1325 Dezember 22 u. 24
Konrad von Itter, Knappe, seine Ehefrau Hildegund und ihre neun Kinder Johann,
Konrad, Heinemann, Albert, Thilemann, Elisabeth, Hildegund, Adelheid und Drudeke
verkaufen an den Wolfhagener Bürger Volkwin von Landau Güter im Dorfe
Gasterfeld. Zeugen : Johann von Helfenberg und Magister Johann (v. Helfenberg),
Rektor in Wolfhagen, Kleriker sowie Bürger und Ratsleute aus Borgentreich
und Wolfhagen. Dieser Verkauf wird am 24 Dez. in Wolfhagen von dem Bürgermeister
und elf Wolfhagener Schöffen, u.a. einem Ludwig Bendel und den Verkäufern
bestätigt.
StA Marburg Best. X 1 Depos. Wolfhagen, hier aus Repertorium Nr.
14 u. 15.
(Die v. Helfenberg erscheinen zuerst unter dem Namen von Gasterfeld. Am 15.
März 1303 übertragen der Ritter Eckehard v. Helfenberg und Frau Agnes
(v. Osede) dem Landgrafen von Hessen ein Drittel Gericht, Patronat und Wald
des Dorfes Gasterfeld sowie alle ihre dortigen Güter. [Urk Wolfhagen aus
Repert., Landgrafenregister Nr. 428.] Konrad v. Itter kann daher diese Güter
nur über eine Verwandtschaft mit den von Helfenberg erlangt haben, die
ja auch hier als Zeugen auftreten. Ich vermute, daß Hermann v. Itter [Panzelere]
eine Tochter des Johann v. Helfenberg (1233-1270) zur Frau hatte.)
25. 1327 Februar 1Conradus de Ittere, famulus, erscheint unter
den Vermittlern des Paderborner Bischofs in dessen Streitsache mit der Stadt
Warburg.
Invent. Nichtstaatlicher Archive (INA) Westfalens, Kreis Paderborn, Paderborn
Stadtarchiv; auch Schaten, Annal. Paderborn. Bd. II, Buch XII, z. Jahr 1327,
S. 265; Kopp, Itter, S. 154-155.
26. 1340 Mai 18 (Donnerstag nach dem 4. Sonntag nach Ostern)
Heynemannus et Albertus, fratres, dicti de Yttere, famuli verkaufen dem Knappen
Adelung gen. Crumme ihre vom Landgrafen von Hessen zu Lehen gehenden Güter
bei Grebenstein.
Gedr. bei Kopp, Itter, S. 152.
(Kopp schließt aus dieser Urkunde sowie aus folgender falsche genealogische
Schlüsse, die auf allen itterschen Stammtafeln übernommen wurden.
Heinemann (Heinrich), Albert sowie folgender Johannes werden einwandfrei als
Söhne Konrads v. Itter [s.o. Nr. 22 u. 24] ausgewiesen. Diese Güter
bei Grebenstein kommen möglicherweise aus dem Erbe der Urgroßmutter
Gertrud Zweifleisch v. Englis; denn das Dorf Großenenglis, in dem Johann
Penzeler und seine Miterben Güter hatten [s.o. Nr. 7], gehörte dem
Landgrafen von Hessen, der damit im Jahre 1544 die Familie Katzmann aus Fritzlar
belehnte. Grebenstein selbst wurde ursprünglich von den Grafen von Dassel
gegründet, ging dann an die Grafen von Everstein über und von diesen
an die Landgrafen.)
27. 1345 September 9 (Donnerstag vor dem hl. Matthäus)
Johannes de Ittere, clericus verzichtet auf die vor Grebenstein liegenden Güter.
Es siegelt, auf Bitten Johannes, der Ritter Dietrich von Twiste.
Erw. bei Kopp, Itter, S. 152, gedr. ibid. Beilagen Nr. 69, S. 236.
28. 1345 Dezember 6
Walterus dictus Sylekensoet, Knappe, und seine Frau Cristina bekunden, daß
sie dem Antonio Kaken, dessen Frau Cristine sowie dem Heynemanno de Ittere und
dessen Frau Hadewygi 24 Mk. Pfg. Paderborner Währung schuldig sind und
verpfänden ihren Gläubigern dafür ihre kleinen Zehnten in Grafhem,
Adene, Borchlere u. Holthusen, que vulgariter vocantur aftom, bis zur Bezahlung
der Schuld. Sie behalten sich zunächst die Abzahlung der Hälfte der
Schuld vor. Die Schuldner und Andreas, der Bruder des Walter, geloben Währschaft.
Walter siegelt, außerdem Everhardus de Grafhem, Knappe.
INA Kr. Büren Erpernburg (V. Archivalien des Kl. Böddeken)
Kopiar Nr. 2.
29. 1353 November 26
Alberus de Ettelen, Sohn des verst. gleichnamigen Ritters, verpfändet seine
curiam dictam Meyger Everdeshoff in superiori villa Ettelen sitam für 16
Mark Paderborner Währung dem Ritter Friedrich von Brenken erblich, unter
Vorbehalt der Einlöse jährlich für die genannte Summe in der
Zeit von 8 Tage vor bis 8 Tage nach Mariae Lichtmeß, und gelobt Währschaft.
Er bittet mitzusiegeln Friedrich von Vlechten, Johannes Sawen, seine Blutsverwandten
und Heynemann von Itter.
Nach INA Kr. Paderborn, Wewer, Privatbesitz, Nr. 5, S. 211, (das noch
am Orig. befestigte Siegel Heinemanns v. Itter zeigt einen hersehenden Ochsen(Büffel)kopf);
u. INA Kr. Büren Erpernburg (I. Archiv Erpernburg) Nr. 52, S. 59.
30. 1354 September 7
Alberus et Lippoldus, fratres de Ettelen, filli quondam Alberi de Ettelen, militis,
verpfänden für schuldige 24 Mark Pfg. Soester Währung dem Ritter
Friedrich von Brenken erblich ihren Hof in Ettelen, quae nominatur Meyer Everdes
hoff, unter Vorbehalt der Wiederlöse am Feste beati Petri ad cathedram,
und geloben Währschaft. Mitsiegler Conradus de Keldinchusen et Heyneman
de Ittere, famuli.
INA Kr. Büren, Erpernburg (I. Archiv Erpernburg) Nr. 56, S. 59 (Dieser
Hof ging von der btissin von Böddeken zu Lehen.)
31. 1356 März 28
Dietrich von Vesperde, seine Söhne Anton und Dietrich, sein Oheim Wilhard,
sein Brudersohn Anton, die genannten Söhne seiner Schwestern Jutta, Mabilia,
Alheid und Else sowie Heinemann von Itter und die Brüder Johann und Wilhard
von Keldinghausen bestätigen eine alte Sühne mit der Stadt Wolfhagen.
Es siegeln Abt Johann von Bredelar, Bertold von Büren zu Wewelsburg und
Bertold von Büren zu Büren, Ulrich von Horhausen und Hermann von Brenken.
StA. Marburg Best. X 1 Depos. Wolfhagen, hier aus Repertorium Nr.
44.
32. 1358 Mai 25
Baldewin, Bischof von Paderborn, bekundet, daß vor ihm die Brüder
Cord und Albert Schelen, Knappen, und Drude [=Drudeke v. Itter ?], die Frau
Albertes, dem Peter von Rede seiner Frau Goden und ihren Erben ihren Hof zu
Alfen, de der Schelen hoff hetet, den nun Evers Stucke baut und Knop von Hengeldern,
und den Kypershof mit der Kotstätte, den Deppe baut, für erhaltene
Geldsumme verkauft und darüber Währschaft gelobt haben. Der Bischof
und die 2 Brüder siegeln.
Hir was overÖ her Bertram to dem Abdinchove, Heyneman von Ittere und Henrich
von Rede.
INA, Kr. Büren, Erpernburg (I. Archiv Erpernburg), Nr. 64, S. 61.
33. 1374
Bischof Heinrich von Paderborn bekundet, daß er mit gutem willen fulburt
und wizzen seiner Hausgenossen in der Delebrugge eine Wechselung getan hat.
Er bekennt, daß er Henrichen Henriches Sohne Bentlaring, de uns und unsir
kirchen ampthorich was, freigelassen hat, alles dienstes und pflicht, da he
uns und unsir kirchen miede behafft was. Er soll in Zukunft die Freiheit genießen
wie ein ander geboren fryman. Dagegen ist dem Bischof eingetauscht, Etelcke
Hermanns Boissinges dochter, die Walters Postis eygen was unde von eme fry gekoufft
ist. Neben dem Bischof hängt auch der Freigraf Hermann Krays sein Siegel
an den Brief.
StA. Münster, Urk. Fst. Paderborn Nr. 959.
(Dieser Heinrich Benteler war kein Eigenbehöriger oder Leibeigener, sondern
ein Amthöriger, auch Vogteihörige genannt. Es handelte sich um Freie,
die sich in den Schutz und die Munt eines größeren Herrn begeben
hatten. Jeder Freie, der nicht in einem Verbande stand, z. B. Ritterschaft,
Kaufmannsgilde oder Handwerkszunft mußte sich so unter Schutz stellen,
daß heißt sich in eine Hye, Echte oder Hode einschreiben, damit
er nicht verbisterte, wie es im westfälischen hieß. Bei Menschen,
die bisterfrei verstarben, verfiel der gesamte Nachlaß der Landesherrschaft,
bei Amtshörigen wurde der Sterbfall nur mit dem besten Pferd oder sonstigem
besten Tier oder Kleid abgeleistet. In manchen Gegenden Westfalens wurden diese
Amtshörige auch Hausgenossen genannt (siehe hierzu Justus Möser, Patriotische
Phantasien, Bd. III, LXVII : "Gedanken über den Ursprung und Nutzen
der sogenannten Hyen, Echten oder Hoden",1769). Im Sachsenspiegel werden
diese Freien auch Pfleghafte oder Biergelden genannt, die auch ritterbürtig
sein konnten. Heinrich wurde freigelassen wie "ein ander geboren fryman",
daß heißt er wurde in seinen ehemaligen Geburtsstand zurückversetzt,
d.h. dem der im Sachsenspiegel so genannten Schöffenbarfreien. Daß
diese Freilassung unter Königsbann erfolgte, geht daraus hervor, daß
der Freigraf ebenfalls sein Siegel an die Urkunde hängte. Inwieweit Heinrich
Benteler noch tatsächlich ritterbürtig war, geht aus der Urkunde nicht
hervor; es läßt sich aber noch vermuten, wie aus folgender Urkunde
indirekt hervorgeht; der nach Heinrich Benteler in der Reihe der Markgenossen
stehende Gerd v. der Stroyt wird an anderer Stelle als "Knappe" bezeichnet
(StA. Münster Fst. Paderborn, Nr. 956.)
Die dem Bischof eingetauschte Etelcke Boissing war aber tatsächlich eigenbehörig,
durch ihren Freikauf erhielt sie den Stand einer Landsassin und wurde sofort
in die Hausgenossenschaft aufgenommen, damit sie nicht verbisterte. Heinrich
Benteler mußte wohl einen Ersatz stellen.
34. 1374
Heinrich Benteler steht unter den Markgenossen der Bauerschaft zur Delbrugge,
nach ihm steht ein Gerd van der Stroyt, der an anderer Stelle als Knappe erscheint.
(s. o. Nr. 33 Kommentar).
StA. Münster, Urk. Fst. Paderborn Nr. 962.
35. 1378
Ernst van der Straed, Vogt zu dem Neuenhaus und Dietrich Richterink, zur Zeit
Gograf in Delbrück bekunden, daß Heinrich Benteler mit seinen 2 Kindern
seine fahrende Habe zur Hälfte geteilt hat, alze dat gedeghedinget was,
do unze here van Paderborne den sulven Hinrich unde syn wiff wryg unde los let.
Das Vermögen ist auf 28 Mark geschätzt.
StA. Münster, Urk. Fst. Paderborn Nr. 1039.
36. 1392 Januar 24
Dyderich de Ledige, geschworener Richter der Stadt Paderborn beurkundet, daß
Cord van Elmarinchusen der ltere und dessen Frau Bate vor ihm bekannten, daß
das von ihnen derzeit bewohnte Haus etc. eigentlich dem Hinrik Bentelers, dem
Sohne der Bate gehöre, ausgenommen, was der Hinrik Benteler, der "Vater"
des Stiefsohnes des Cord gebaut hätte an Scheunen und Stallungen.
INA-Westf. Kreis Paderborn, Verein für Geschichte und Altertumskunde
Westfalen.
37. 1393 März 17
Cord van Elmarinchusen, Knape, Bate seine eheliche Hausfrau, Cord und Ludolf
seine Söhne verkaufen Henrike und Johanne brodern geheten Benteler eine
Rente aus einem Garten vor Paderborn am Borcher Weg.
StA. Münster, Fst. Paderborn Urk. 1259 c.
38. 1396 März 26
Bertolt, edele van Byren verkauft mit Einwilligung seiner Brüder Wilhelm
und Heinrich (später Dompropst) dem Hinrik Benteler zwei vom Propst von
Meschede zu Lehen gehende Salzhäuser in Westernkotten.
INA-Westf. Kreis Paderborn Paderborn Dompfarrei.
39. 1403 Januar 16
Heinrich Benteler, Richter (=Offizial auch Vizepropst) des DompropstesÖ
mit Siegel Heinrich Benteler (Rundsiegel ca. 2,5 cm Durchmesser, fast ganz zerstört
und unerkenntlich.)
StA Münster Fst. Paderborn Urk. 1369.
40. 1406 April 14
Heinrich Benteler in einer Lehensangelegenheit des Paderborner Domkapitels,
wohl in seiner Eigenschaft als Vertreter des Dompropstes.
StA. Münster Fst. Paderborn Urk. 1428, gedr. in Bielfelder UB.
41. 1406 September 15
Neben Gobelin Person erscheint Heinrich Benteler in der selben Lehensangelegenheit
des Paderborner Domkapitels.
StA. Münster Kl. Gokirchen Nr. 28, gedr. in Bielefelder UB.
42. 1417 September 14
Der Offizial des Dompropstes zu Paderborn befiehlt gewissen GeistlichenÖ
mit 2 anhängenden Siegeln. 1. das des Dompropstes Wedekind Spiegel; 2.
das des Offizials, ein hersehender Ochsen(Büffel)kopf in rundem Feld ca
2,5 cm Durchmesser.
(= Heinrich Benteler, mehrmals als Vetreter des Dompropstes bezeugt, s.oben
Nr. 39, 40, 41)
Orig. Studienfond Paderborn Urk. Nr. 29.
43. 1428 August 18
Rechtsstreit zwischen Heinrich Benteler und dem Verwalter der Armenspenden des
Paderborner Doms wegen einer von Heinrich seit Jahren einbehaltenen Spende.
Orig.
gedr. in
44. 1439 Juni 20
Heinrich Benteler schenkt den regulierten Kanonikern zu Böddeken seinen
Hof in Paderborn mit allem Zubehör. Er behält für sich und seine
Schwester Beatrix ein lebenslängliches Wohnrecht vor, jedoch so, daß
das Kloster schon sofort die Besitzungen mit benutzen kann.
Archiv des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn Urk. Nr.
89.
45. 1439
Heinrich Benteler schenkt zu seinem und seiner Eltern Seelenheil dem Kloster
Böddeken seinen halben groten hof to Addertzen mit Zubehör, ferner
seine zehntfreie Hufe Landes mit einer Kotstätte und anevalle und dem Zubehör
binnen und außerhalb des Dorfes Heysen.
Kopiarbuch des Klosters Böddeken Nr. 320 (Das Original war mit dem
Siegel Heinrich Bentelers versehen, wie aus der Abschrift hervorgeht.)
Diese Besitzstücke gehörten ursprünglich Cord von Elmerinchusen
seiner Frau Elsebe (Mutter des Heinrich) und ihren Kindern Cord, Ludolf und
Gese; sie kommen 1421 an Heinrich Benteler.
(INA-Westf. Kr. Büren Erpernburg ,V. Archivalien des Kl. Böddeken,
Nr. 244, S. 171.)
Dieses Verhältnis Heinrich Bentelers zu Böddeken ist sehr auffällig.
Es müssen irgend welche Beziehungen bestanden haben. So war 1384 Elisabeth
von Itter Dechantin; es könnte sich um die gleichnamige Schwester Heinemanns
gehandelt haben. Außerdem besaß Böddeken einen Friedhof für
Rittermäßige. Es könnte sein, daß Heinrichs Eltern dort
ihre letzte Ruhe fanden.
46. ca. 1439
Heinrich Benteler muß zu diesem Zeitpunkt den Dombenefiziaten eine Brede
südlich vor Lippstadt, die sogenannte Bentelers Brede, geschenkt oder sonstwie
vermacht haben.
Siehe hierzu Urk. Buch Busdorf 2 Nr. 691, S. 620 und Nr. 990, S. 633
wo auch genaues über die Lage.
Nachtrag
1282
Werner von Itter und Werner von Bischofshausen im Heer König Rudolfs gegen
Erzbischof Siegfried von Köln. (Es könnte sein, daß dieser Werner
auch ein Nachkomme Hermann Penzelers ist.)
Ulrich Bockshammer, Territorialgeschichte der Grafschaft Waldeck, Marburg,
1958, S.123-124.